Willkommensgeld, Haus, Job: Viele leere Versprechen lockten Afghanen nach Deutschland

Mit der Sammelabschiebung afghanischer Asylbewerber will die Bundesregierung ein Zeichen setzen. Die lange Reise lohnt sich nicht. Doch Schlepper hören nicht auf, sich irrsinnige Geschichten auszudenken, auf die ausreisewillige Afghanen reinfallen.

afghanen

Mit der ersten Sammelabschiebung von afghanischen Asylbewerbern hat die Bundesregierung ein Zeichen setzen wollen und wurde dafür vielfach kritisiert. Doch warum kamen 2015 überhaupt so viele Afghanen? Zwar herrscht im Land nach wie vor kein Frieden, dennoch ist die Lage deutlich sicherer als noch vor einigen Jahren.

Schuld daran sind vielfach Gerüchte, die von Schleppern gestreut werden. So sprach die Bundesregierung von rund 800.000 Flüchtlingen, die im Jahr 2015 in die Bundesrepublik kommen würden. Menschenschmuggler sagten den Schutzsuchenden hingegen, dass 800.000 Afghanen aufgenommen würden.

Auch das Gerücht, dass Großkonzerne wie Mercedes, Siemens und BMW mehr als eine Millionen Arbeitskräfte suchen würden, war laut „Welt“ im Umlauf. Demnach würden 5.000 Migranten täglich aufgenommen, die ein Haus und ein monatliches Einkommen von 1000 Euro im Monat bekämen.

Bilder der Willkommenskultur wurden mit Lügengeschichten verstrickt, so dass auch gut ausgebildete Afghanen nach Deutschland flohen, denen es im eigenen Land nicht schlecht ging.

Die Bundesregierung startete sogar eine Kampagne, um mit den Gerüchten aufzuräumen. Unter „RumoursAboutGermany“ wird mit falschen Versprechungen aufgeräumt. Willkommensgeld, Arbeits- und Wohnraumvermittlung, eine Garantie auf Asyl und ähnliche Geschichten, werden im Rahmen der Kampagne aus der Welt geschafft, um einer Flüchtlingswelle aus Afghanistan entgegenzuwirken. Doch Plakate bringen im Land von Unsicherheit und Arbeitslosigkeit nicht viel. Wenn es der Regierung und der internationalen Gemeinschaft nicht gelingt, das zu ändern, wird die Jugend dennoch nicht bleiben. Quelle: Focus

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