Verteidigungsminister de Maizière besteht auf bewaffnete Kampfdrohnen

Aufklärungsdrohne Tyo Heron 1

Die Bundesregierung plant, unbemannte bewaffnete Drohnen anzuschaffen, Grüne und SPD befürchten, dass durch die Distanz zum Kampfgeschehen die Hemmschwelle zum Töten sinkt. Neu ist die Idee nicht: Auch die schwarz-rote Koalition dachte schon darüber nach.

„Jeder Soldat, jede Soldatin, die nicht im Gefecht sterben muss, ist natürlich wünschenswert.“ (Ulrich Kirsch, Vorsitzender des dt.Bundeswehrverbandes)

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2 Comments

  1. Claudia

    30. Januar 2013 at 00:25

    Dazu passt bestens, dass der Einsatz der Bundeswehr auch im Inland erlaubt wurde.
    Soldaten haben in der Regel immer noch Hemmungen, auf das eigene Volk zu schießen. Beim Einsatz bewaffneter Drohnen dürften Skrupel hinfällig sein. Amerika hat in Pakistan mittlerweile über 2000 Menschen (vermutlich weit mehr) mit bewaffneten Drohnen ermordet, ca. 95% davon Zivilisten. Hat jemand irgendetwas darüber gehört, dass sich eine der Menschenrechtsorganisationen darüber aufgeregt hätte?

  2. Anna

    30. Januar 2013 at 00:33

    “Jeder Soldat, jede Soldatin, die nicht im Gefecht sterben muss, ist natürlich wünschenswert.” Sehr richtig. Aber dafür gibt es ein ganz einfaches und viel billigeres Mittel, als Killerdrohnen einzusetzen: Die Soldaten nicht in fremde Kriege zu schicken, die uns nichts angehen. Noch immer steht im Grundgesetz, dass unsere Soldaten nur zur Verteidigung unseres Volkes eingesetzt werden dürfen. Eine Grundgesetzänderung, dass sie für imperiale Machtinteressen der Alliierten und den Raub fremder Bodenschätze eingesetzt werden dürfen, ist mir bisher nicht bekannt.

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