Türkische Lehrer in Deutschland: Erdogans Einfluss an deutschen Schulen

Türkische Lehrer unterrichten an öffentlichen Schulen – auf Türkisch, weitgehend ohne Kontrolle durch die deutschen Behörden. Denn: Diese Lehrer unterstehen vor allem der türkischen Regierung.

erdoganschueler

Folge: Der Einfluss türkischer Lehrer hat zugenommen – insbesondere in Berlin.

Das berichtet die Zeitung „Tagesspiegel“. Seit 2002 habe sich die Zahl der Schüler verdoppelt, die in Berlin am sogenannten Konsulatsunterricht teilnehmen – von 1500 auf jetzt etwa 3000.

Die integrationspolitische Sprecherin der Union, Cemile Giousouf (38, CDU) zu BILD: „Wenn dieser Kanal genutzt wird, um Kinder zu indoktrinieren und politisieren, müssen wir hier eingreifen.“ 

Türkisch und „Heimatkunde“

► In Berlin beispielsweise findet der Unterricht bis zu zweimal wöchentlich für jeweils 90 Minuten auf Türkisch statt, so der „Tagesspiegel“. Neben der Sprache wird „Heimatkunde“ vermittelt.

Nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (62) in den letzten Monaten Zehntausende regierungskritische Lehrer entlassen hat, werden nun Befürchtungen laut, er könnte auch die in Deutschland eingesetzten Lehrer durch regimetreues Personal ersetzen.

Cemile Giousouf sitzt für die CDU im Bundestag

Cemile Giousouf sitzt für die CDU im BundestagFoto: dpa

► Cemile Giousouf: „Der Konsulatsunterricht wurde ursprünglich eingeführt, damit die Kinder nach der Rückkehr in die Türkei schneller wieder in das Schulsystem dort integriert werden können. Dass ist nicht mehr zeitgemäß!“

Kommentar verfassen