Ranghoher Taliban beantragte Asyl in Deutschland

Die Sicherheitsbehörden haben offenbar verhindert, dass sich ein ehemals ranghohes Mitglied der radikalislamischen Taliban unter falscher Identität nach Deutschland einschleicht. Dem Magazin zufolge handelte es sich um Abdul Rauf Mohammed, der während der Taliban-Herrschaft in Afghanistan zeitweise Gesundheitsminister gewesen sei.

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Abdul Rauf Mohammed habe vor wenigen Wochen versucht, mit einem gefälschten Pass die Grenzkontrolle zu passieren, berichtete der „Spiegel“ am Freitag. Als der falsche Ausweis aufflog, habe er für sich und seine Familie Asyl beantragt.

Bei der Prüfung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) kam laut „Spiegel“ heraus, wer der Mann wirklich ist. Mohammed diente demnach während der Taliban-Herrschaft in Afghanistan zeitweise als Gesundheitsminister, mehrmals soll er zwischen 1996 und 2001 auch den damaligen Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden getroffen haben.

Durfte Flughafen nicht verlassen

 Um die Jahrtausendwende gelangte er dem Bericht zufolge über Pakistan nach Norwegen, wo er Asyl beantragte und auch bekam. Mohammed behauptete damals, mit der Taliban-Führung in Streit geraten zu sein und stellte sich als Kritiker der Islamisten dar. 2014 stuften die norwegischen Sicherheitsbehörden Mohammed schließlich als Sicherheitsrisiko ein und verwiesen ihn des Landes, wie das Magazin berichtete.

 Weiter berichtete der „Spiegel“, vor diesem Hintergrund lehnte das Bamf sein Asylbegehren ab. Das Verwaltungsgericht Frankfurt bestätigte dies am 15. November. Kurze Zeit später wurde Mohammed, der während der Prüfung den Frankfurter Flughafen nicht verlassen durfte, nach Saudi-Arabien zurückgeschickt.

 Quelle:Focus

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