Rainer Wendt zum Fall Maria L.: „Und die Vertreter der Willkommenskultur schweigen“

Interview mit dem Chef der deutschen Polizeigewerkschaft Rainer WendtFür den Tod einer Studentin soll ein 17-jähriger Flüchtling verantwortlich sein. Seine Festnahme löst Debatten aus: Polizeigewerkschaftschef Wendt erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung.

 

Sieben Wochen nach dem Verbrechen, das nicht nur Freiburg erschüttert hat, sieht sich die Polizei am Ziel. Im Fall der toten 19 Jahre alten Studentin nahm die Polizei einen 17 Jahre alten dringend Tatverdächtigen fest.

Es ist ein junger Mann aus Afghanistan. Er kam 2015 als unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland, lebte in Freiburg bei einer Pflegefamilie. Nun sitzt er in Untersuchungshaft, weil er die junge Maria L. vergewaltigt und ermordet haben soll.

Im Internet löste die Festnahme des Tatverdächtigen teils heftige Debatten über die Flüchtlingspolitik aus.

Freiburgs Oberbürgermeisters Dieter Salomon (Grüne) mahnte zur Besonnenheit und rief dazu auf, „die Herkunft des Täters nicht für Pauschalurteile heranzuziehen, sondern den Einzelfall zu betrachten“.

Kritik an Flüchtlingspolitik

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, reagierte dagegen mit Bestürzung auf die neuen Entwicklungen und machte den Kurs der Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik indirekt dafür verantwortlich.

„Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind“, sagte er gegenüber der „Bild“. Während Angehörige trauerten, würden Vertreter der „Willkommenskultur“ schweigen.

Quelle: Welt/N24

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