Prozess in Berlin: 68-facher irakischer Vergewaltiger drohte Flüchtlingsjungen, ihn anzuzünden

Sieben Monate lang ließ der zwölfjährige Junge die Brutalität seines Peinigers über sich ergehen, bevor er sich endlich seiner Mutter anvertraute. Nun der Prozess gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger.

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Dieser Mann soll in einer Spandauer Flüchtlingsunterkunft einen Jungen (12) über Monate sexuell missbraucht haben: Majed R. (45) aus dem Irak, wie auch sein mutmaßliches Opfer.

Seit Januar 2016 hatte der Kfz-Mechaniker laut Anklage den kleinen Sam, der mit Mutter und zwei Geschwistern dort lebte, in seinem Zimmer hinter verschlossener Tür zum Sex gezwungen. Immer wieder, insgesamt 68 Mal. Er machte nicht mal Halt vor Vergewaltigung. Weigerte sich das Kind, drohte er, es zu verbrennen und umzubringen.

Bis die noch ahnungslose Familie des Jungen im Juli 2016 einem Sozialarbeiter anvertraute: „Dieser Mann sucht immer Kontakt zu Sam.“ Endlich überwand auch der schüchterne Junge seine Angst und redete.

Zunächst soll der Angeklagte alles bestritten haben. Nach Sicherstellung eines Sex-Videos auf dem Handy war es dann eine „Liebesbeziehung.“

Dienstag zu Prozessbeginn vor dem Landgericht, mahnte der Richter: „Wenn die Vorwürfe zutreffen, sollten sie sie auch in ihrem Interesse gestehen.“ Für kommenden Dienstag kündigte der Angeklagte eine Erklärung an.

Sam gehe es sehr schlecht, sagt dessen Anwalt. Er, Mutter und Geschwister mussten schon mehrfach umziehen. Aus der eigenen Familie kämen Drohanrufe: „Du hast große Schande über uns gebracht.“ Eine Aussage vor Gericht wäre ein neues Martyrium.

Quelle: BZ

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