Oldenburg: Iraker erhält dreieinhalb Jahre Haft wegen Vergewaltigung von 9-jährigem

Der 18-jährige Iraker hatte im Mai einen neunjährigen Flüchtlingsjungen vergewaltigt. Die Öffentlichkeit war komplett vom Prozess im Oldenburger Landgericht ausgeschlossen.

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Oldenburg Entscheidung im Prozess um sexuellen Missbrauch eines neunjährigen Flüchtlingsjungen in Oldenburg: Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Täter, einen 18-jährigen Iraker, am Donnerstag zu dreieinhalb Jahren Haft – wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Bedrohung. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Gefängnis gefordert.

Der Iraker hatte bereits am ersten Prozesstag in der vergangenen Woche gestanden, den neunjährigen Syrer im Mai in einem Flüchtlingsheim im Stadtteil Donnerschwee missbraucht zu haben. Der Vorfall an Pfingsten sorgte auch deshalb für großes Aufsehen, weil die Behörden die Tat in einem Schulgebäude zunächst verschwiegen hatten.

Die Öffentlichkeit war komplett vom Prozess ausgeschlossen, weil der Angeklagte zur Tatzeit erst 17 war.

Die Jugendstrafkammer begründete nach Angaben von Gerichtssprecher Michael Herrmann das Strafmaß unter anderem damit, dass es dem Jungen immer noch schlecht gehe und er in psychischer Behandlung sei. Das Kind sei als Flüchtling nach Deutschland gekommen, habe Hilfe gesucht und sei missbraucht worden. Der Täter, der bisher in Untersuchungshaft saß, wird die Strafe in der Jugendstrafanstalt in Vechta verbüßen müssen.

Die Mutter des Opfers war am ersten Prozesstag nach ihrer Zeugenaussage zusammengebrochen und musste in eine Klinik gebracht werden.

Die Ermittlungen gegen einen Onkel des Täters, der bei der Vergewaltigung „Schmiere“ gestanden haben soll, waren eingestellt worden. Der Tatverdacht hatte sich nicht bestätigt. Quelle: nwz

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