Kampagne gegen Rassismus: Schwarzes Model stellt Fotos weißer Kolleginnen nach

„Das könnte ich sein, warum bin ich das nicht?“ – die meisten Models seien weiß und nicht schwarz wie sie, so Deddeh Howard neulich in einem Interview.

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Nun hat sie zusammen mit ihrem Freund die Kampagne „Black Mirror“ gestartet, um zu beweisen, wie schön Vielfalt sein kann.

Ein süßer Schmollmund, ein starrer Blick, eine lässige Pose. Die Modegöttinnen sind nach der Meinung von Model Deddeh Howard in der Regel weiß und nicht schwarz wie sie selbst. In einem Interview mit BuzzFeed sagte das in Liberia geborene Model: „Agenturen sagen mir oft: Wir mögen deinen Look, aber es gibt schon dieses eine schwarze Mädchen. Es sollte nicht nur ein schwarzes Mädchen geben, es kann mehr als eines geben.“

Agenturen schämen sich für Vielfalt

Ihr komme es vor, als ob sich viele Agenturen für Vielfalt schämen würden. „Das ist sehr schmerzhaft, und ich fühlte mich unsicher und schlecht dadurch,“ so das Model zu BuzzFeed. Jetzt hat Howard bekannte Modefotos ihrer weißen Kolleginnen nachgestellt. Ihr Freund und gleichzeitig auch Fotograf des Projekts „Black Mirror“ Raffael Dickreuter half ihr dabei, den latenten Rassismus der Modewelt anzuprangern.

Original versus Kopie

In der Fotoserie werden die Originale und Kopien gegenübergestellt. Mit dieser Aktion möchte Howard anderen farbigen Models eine Botschaft senden, dass sie genauso schön sind, wie jedes andere Mädchen auch. Viele Menschen reagierten sehr positiv auf „Black Mirror“. Deddeh Howard ist zufrieden: „Ich bin sehr dankbar, dass die Leute das genauso sehen wie ich und dass die Leute mir sagen, dass ich eine Inspiration für sie bin. Das fühlt sich unwirklich an.“

Quelle: Focus

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