Fall Maria L.: Hussein K.s erstes Opfer schildert Mordversuch in Griechenland

Fingerabdrücke deuten darauf hin: Hussein K., der dringend tatverdächtig ist, die Freiburger Studentin Maria L. ermordet zu haben, ist 2013 schon einmal gegen eine Frau gewalttätig geworden – in Griechenland.

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Er soll eine damals 20-jährige Geschichtsstudentin überfallen und einen Abhang hinabgestoßen haben. Das Opfer schilderte damals dem griechischen TV-Sender Alpha, wie die Tat abgelaufen ist. Demnach sei sie nachts allein entlang einer Küstenstraße nach Hause gelaufen.

In dem Beitrag aus dem Jahr 2013, der bei Youtube hochgeladen wurde, wird die Frau zitiert: „Plötzlich stand er vor mir. Ich gab ihm meine Handtasche.“

Opfer überlebt schwerverletzt

Als die Scheinwerfer eines Autos aufleuchteten, habe er sie zurück an die Metallbrüstung gestoßen. „Dann hat er mich an den Hüften und an den Beinen gepackt, mich hochgehoben und runtergeschmissen“, zitiert der Sender die Frau.

Etwa zehn Meter tief sei die damals 20-Jährige gestürzt. Sie habe nur deshalb schwerverletzt überlebt, weil sie als Bergsteigerin gewusst habe, wie sie sich bei einem Sturz schützt.

Griechische Behörden in der Kritik

Hussein K. war nach Informationen der „Süddeutschen-Zeitung“ gefasst und im Februar 2014 von einem Gericht auf Korfu wegen versuchten Mordes zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Im Oktober 2015 kam er vorzeitig wieder auf freien Fuß – der Grund ist noch unklar. Im November 2015 dann meldete sich Hussein K. bei der Bundespolizei in Freiburg, um Asyl zu beantragen.

Die neuen Erkenntnisse über die Vorgeschichte des Mannes, der die Freiburger Studentin Maria L. vergewaltigt und ermordet haben soll, bringen die griechischen Behörden in Erklärungsnot. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) sprach von einem „eklatanten Versagen“.

Rätsel um Alter des Verdächtigen

Da die Daten des flüchtigen Afghanen nicht in das Schengener Informationssystem (SIS) eingetragen worden seien, sei er nicht als gesuchter Straftäter identifiziert worden, als er im November 2015 Freiburg Asyl beantragte.

 „Hätten die Griechen ihn zur internationalen Fahndung ausgeschrieben, wäre er uns auch aufgefallen“, sagte BDK-Chef André Schulz der „Bild“-Zeitung.

 Quelle: Focus

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